Hoch hinaus – Zwischen Berühmtheiten und Kaffee servieren

Liebe Leser,

ich, Michelle, habe meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement zwar gerade erst angefangen, aber schon seit dem ersten Tag stecke ich mitten drin, zwischen Marlene Dietrich und Konrad Zuse. In zusätzlicher Gemeinschaft von Alexander von Humboldt, Max Liebermann, John F. Kennedy, Karl-Friedrich Schinkel und vielen mehr, wird gelacht, geweint und mitgefiebert.

Ihr wollt wissen, was es damit auf sich hat und was diese Berühmtheiten mit meiner Ausbildung zu tun haben? Ich nehme euch mit. Mit nach GANZ oben.

Direkt nach den Start-Up Days in Frankfurt ging es für mich in meine erste Abteilung in Berlin. Diese nennt sich „Infrastructure“ und beinhaltet drei Bereiche: die Poststelle, das Standortmanagement (wozu auch die Haustechnik gehört) und den Empfang im siebten Stockwerk, unserem Konferenzbereich.

Na, könnt ihr euch schon denken, wo ich aktuell sitze? Richtig, in dem Stockwerk mit der schönsten Aussicht.

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Doch für mich dreht sich meine Arbeit hier oben nicht in erster Linie um die Aussicht, sondern um die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die vor meinen Augen aus dem Fahrstuhl steigen. In den maximal zwei Minuten, in denen ich sie zu ihrem zugehörigen Raum begleite, habe ich die Möglichkeit, ihren Start in das Meeting mitzugestalten. Das ist ein großes Privileg und gleichzeitig eine große Verantwortung. Meine Ausbilderin, eine namhafte Frau mit bereits 25 Jahren Erfahrung am Empfang von PwC, lehrte mich, den Gästen freundlich und natürlich entgegenzutreten und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich für einen kurzen Moment fallen zu lassen, bevor sie wieder voller Konzentration an die Arbeit gehen.

Neben dem Empfang der Gäste fallen jedoch noch viele weitere organisatorische Aufgaben an, die denen eines Eventmanagers recht nahe kommen. So verteilte ich zum Beispiel bei der Vorbereitung einer Großveranstaltung die Give-aways auf den Stühlen und nahm die Gäste im Erdgeschoss in Empfang, um sie anschließend mit dem Fahrstuhl nach oben zu bringen. Ein anderes Mal stellte ich spontan ein Catering aus den Produkten des Bistros zusammen und drapierte dieses im Raum. Wieder einen anderen Tag half ich nach Feierabend einer Sekretärin von PwC UK ihren Weg zu ihrem Restaurant zu finden. Außerdem war auch meine kreative Ader gefordert, denn jeden Montag erstellte ich die Blumendekoration für die Gästetoiletten, fast täglich dagegen organisierte ich Taxis, verteilte Stifte, Blöcke und Hotspot Karten, koordinierte die Raumbuchungen und das Catering und half bei Problemen mit der Technik.

Nun ist meine Zeit hier oben zu Ende und ab Montag geht es für mich in die neue Abteilung. Ich blicke auf eine sehr ereignisreiche Zeit zurück, in der ich definitiv viel gewachsen bin und an Selbstvertrauen gewonnen habe. Gleichzeitig war es wundervoll zu sehen und zu erleben, wie nahezu freundschaftliche Beziehungen zu den Mandanten und Partnern entstanden sind, eben weil sie diesen Ort des „Sich-Fallen-Lassens“ so sehr schätzen.

Das war‘s von mir, ich wünsche euch einen wunderschönen Herbstanfang und wir hören uns bestimmt bald wieder.

Michelle

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