Das Büro geht nicht Land unter! (Auch wenn es zunächst so erscheint)

Liebe Leser,

mein Name ist Angelina und ich bin im 2.Lehrjahr meiner Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei PwC im Standort Berlin.

Im April 2016 habe ich während meiner Ausbildung den Ausbildungsbetrieb gewechselt und bin seitdem in der Abteilung Assurance und habe viele neue Dinge lernen können.

Als Azubi bei PwC hat man ein sehr abwechslungsreiches Aufgabensprektrum und durch die Unterstützung der Ausbilder lernt man zügig und effizient. So kommt es schnell dazu, dass man Aufgaben übertragen bekommt, die man dann selbständig und mit Erfolg erfüllt. Man hat den Ausbilder immer in Reichweite und bei Fragen einen Ansprechpartner.

Doch was ist, wenn der Ausbilder im wohlverdienten Urlaub ist?

Wie ihr nun sicher vermutet, war auch ich nach kurzer Einarbeitungszeit für 3 Wochen alleine.

Das bedeutet alleine alle Rechnungen anfordern, alleine Berichte redaktionell durchsehen, alleine Konferenzen organisieren und für alle Fragen Rede und Antwort stehen – auch für Dinge, die man vorher, mit dem/der Ausbilder/in nicht besprochen hat.

Aber genau das ist es, was einen wachsen lässt! Die Herausforderungen annehmen und durchstarten.

Die Panik, die bei manch einem zu Beginn ausbricht, ist menschlich und gehört sicherlich dazu.

Doch wenn man sich dann seinem Schicksal ergeben hat, geht es ja erst richtig los, denn der erste Tag alleine kommt. Auch wenn man es eventuell zuvor schön verdrängt hat.

Glaubt mir, durch jede noch so kleine Aufgabe, sei es Kugelschreiber und Blöcke für das Meeting bereitstellen, Konferenzräume buchen oder Adresslisten aktualisieren, wächst man über sich hinaus und gewinnt an Selbstbewusstsein! Ich kam in Situationen und habe neue Aufgaben kennengelernt, die ich sicher nicht so schnell in der Ausbildung erfahren hätte, wäre meiner Ausbilderin nicht im Urlaub gewesen, auch diese Situationen habe ich schaukeln können.

Vielleicht hilft es dem Ein oder Anderem sich vor Augen zu halten, dass der Ausbilder einem die Verantwortung anvertraut hat und damit bestätigt, dass man dem „Ganzen“ gewachsen ist und einem die vielen Aufgaben, welche das Sekretariat mit sich bringt, zutraut. Nicht zu vergessen ist auch, dass man im Grunde nie alleine ist. In meiner Zeit allein im Sekretariat haben sich mehrfach die Kollegen nach mir erkundigt, bei Fragen halfen andere Sekretariate und selbst der Partner und die Manager lösten Aufgaben mit mir zusammen.

Und welches Kompliment ist besser als dem Ausbilder nach seinem Urlaub strahlend und stolz zu berichten, was man alles hinbekommen hat!? :-)

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Urlaubsvertretung auch im Ausbildungsnachweis erwähnen

Nach meiner Zeit „alleine“ im Büro habe ich viele neue Erkenntnisse erlangen können und ich denke so geht es nicht nur mir. Man geht selbstsicherer ans Telefon, weiß welche Anforderungen benötigt werden, wenn man beispielweise Aufträge anlegt, den Posteingang und -ausgang bearbeitet oder Akten archiviert. Ebenfalls bekommt man ein noch besseres Gefühl für das eigene Zeitmanagement und lernt sich noch besser zur organisieren, denn man hat allein die Verantwortung, dass keine Aufgaben liegen bleiben.

Auch wenn es sich für viele Azubis zu Beginn sehr schwer anhört, ist es letzten Endes eine wirklich tolle Herausforderung.

Ich hoffe, ich konnte ein paar von Euch die Angst vor der Urlaubsvertretung nehmen und drücke Euch allen die Daumen für eure Zeit als Vertretung, denn die nächste Urlaubszeit kommt sicher bald.

Bis bald

Angelina

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