Im Austausch mit PwC

Ein Interview mit der Ausbildungskoordinatorin Marisa Neumann in Berlin

Ein Beitrag von Sonja Rathmann und Katharina Feick

Als Azubis im zweiten Lehrjahr können wir uns noch ganz genau daran erinnern, wie es damals war. Die ganzen Fragen, die dann plötzlich auftauchen: Wie geht es nach dem Abitur jetzt weiter? Ausbildung, Studium oder vielleicht beides? Wo soll ich mich nur bewerben? Wie bewerbe ich mich richtig? Was wird mich erwarten?

Daher haben wir uns gedacht wir sprechen einfach mal mit unserer Ausbildungskoordinatorin um vielleicht sogar eure Fragen rund ums Thema PwC, Ausbildung/Studium und Bewerbung zu beantworten. Viel Spaß!

Wer bist du und was machst du bei PwC?

Mein Name ist Marisa Neumann und ich bin Ausbildungskoordinatorin hier bei PwC in Berlin. Mein Hauptaufgabenbereich ist die deutschlandweite Betreuung der Auszubildenden und dualen Studenten in unseren steuerlichen Bereichen. Ich übernehme also die zentrale Steuerung des Ablaufs während der Ausbildung oder des Studiums, bin aber auch die Hauptansprechpartnerin bei Fragen und Problemen. Manchmal zählt dazu auch einfach mal nur ein offenes Ohr zu haben. Des Weiteren betreue ich Taxation 360° (Einstiegsprogramm für Absolventen des Bachelors- oder Masterstudiums) und alle Azubis in Berlin für die Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement.

Marisa Neumann mit uns im Gespräch

 

Wie war dein Werdegang bei PwC?

Ich selbst, habe eine kaufmännische Ausbildung bei PwC absolviert und stellte bereits während meiner Ausbildung fest, dass mein Interesse am Personalwesen überwog. Bei meinem ersten Einsatz in der Personalabteilung, ist dann meine Liebe für die Themen im Personalwesen richtig entfacht. Die damalige Ausbildungskoordinatorin gab mir die Möglichkeit in viele wichtige Themengebiete Einblicke zu erhalten und ein volles Jahr, an ihrer Seite, in der Personalabteilung zu arbeiten. Kurz bevor ich meine Ausbildung erfolgreich abschloss, durfte ich zurück in die Personalabteilung und neue spannende Aufgaben übernehmen. Als sich dann die Möglichkeit ergab die Nachfolge unserer Ausbildungskoordinatorin anzutreten, musste ich nicht lange überlegen.

Was gehört zu deinen alltäglichen und besonderen Aufgaben als Ausbildungskoordinatorin?

Wie bereits erwähnt, sind meine alltäglichen Aufgaben die zentrale Organisation und Begleitung der Ausbildungen, aber auch die Beantwortung von Fragen oder Hilfe bei Sorgen. Meine besonderen Aufgaben reichen vom Führen von Bewerbungsgesprächen bis hin zur Repräsentation von PwC auf Messen. Zum Beispiel demnächst auf der Vocatium in Berlin und Hamburg, wo sich Interessierte nochmal genau von uns beraten lassen können und Fragen stellen dürfen. Da dreht sich dann alles rund ums Thema Ausbildung und Studium. Zusätzlich unterstütze ich gern Schülerveranstaltungen bei uns direkt im Haus. Wir laden hierzu Schulen in unser Unternehmen ein, sich über PwC und unsere Ausbildungsangebote zu informieren wollen.

Was schätzt du an PwC als Ausbildungsbetrieb?

Gerade in den Bereichen der Ausbildung und des Studiums halte ich uns für sehr fortschrittlich. Unsere Auszubildenden/Studenten haben viele Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Chance in viele Bereiche von PwC „hineinzuschnuppern“. Wie ich vorhin schon angedeutet habe, rotieren unsere Azubis. Das bedeutet, dass sie viele unserer Abteilungen in ihrer Ausbildungszeit bei uns durchlaufen. So erhalten sie einen guten Überblick über die verschieden Bereiche und können gleichzeitig entscheiden, welcher Bereich am spannendsten für sie ist. Wir ermöglichen Einblicke in die Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Personalabteilung, die Arbeit am Mandantenempfang sowie im Bereich der Infrastruktur. Zudem arbeiten wir sehr eng mit unseren Hochschulen zusammen und stehen im ständigen Austausch. Viele unserer Studiengänge sind Intensivstudiengänge und perfekt auf die Praxis von PwC abgestimmt.

Wie würdest du deine Beziehung zu deinen „Schützlingen“ beschreiben?

Liebevoll distanziert. (lacht)

Ich versuche schon aufgrund meines recht jungen Alters eine gewisse kompetente Distanz gegenüber den Auszubildenden zu wahren. Das ist natürlich recht schwer, da ich selbst vor nicht allzu langer Zeit in der Ausbildungsrolle war und irgendwie auch weiß, wie man sich fühlt, wenn man jemanden vor sich zu sitzen hat, der kaum älter ist als man selbst. Das soll mich aber nicht daran hindern mit meinen Azubis/Studenten einen persönlicheren Kontakt zu pflegen. So ein bisschen in die Richtung des freundschaftlichen Verhältnisses aber eben auf eine professionelle Art. Irgendwo habe ich eben auch noch die Betreuungsfunktion und muss ernst genommen werden.

Im Interview

 

Also würdest du schon sagen, dass diese „liebevoll-distanzierte“ Beziehung zu deinen „Schützlingen“ ein Vorteil ist?

Ja, auf jeden Fall! Eine gewisse Distanz muss einfach sein. Gerade wenn wirklich ernstere Themen zu besprechen sind und man dann in einen Austausch gehen muss. In solchen Situationen soll ich nicht als die gute Freundin gesehen werden, sondern als Ausbilderin. Aber ich möchte eben auch, dass kein Angstverhältnis besteht. Mir ist wichtig, dass ein gegenseitiges Vertrauen da ist. Die Azubis sollen wissen, dass sie jederzeit zu mir kommen können.

Also schon sehr ausgewogen und harmonisch. Du hast bei deiner Vorstellung erwähnt, dass du auch für einige der dualen Studenten zuständig bist. Gibt es zwischen den Azubis und den dualen Studenten ein internes Networking? Wenn ja, wie sieht dies aus?

Jein, es ist schon so, dass die Azubis und dualen Studenten – gerade an den gleichen Standorten – sich automatisch irgendwann kennenlernen. Beispielsweise wenn man dann auch auf Messen unterwegs ist, gibt es Teams an den Ständen, die aus Studenten und Azubis bestehen. Natürlich lernt man sich dann kennen. Aber auch unsere internen Veranstaltungen wie unsere „Start up-Days“ oder die „Onboardingweek“, sind gute Möglichkeiten um andere Azubis/Studenten kennenzulernen. An den einzelnen Standorten gibt es aber auch regelmäßige Veranstaltungen wie unseren Englischkurs für Azubis oder unser regelmäßiger Azubilunch, die das Networking fördern. Jedoch gibt es kein explizites Programm um die Azubis und Studenten miteinander bekannt zu machen.

Das ist ja dann auch optimal, wenn zum Beispiel ein Azubi nach der Ausbildung noch studieren möchte. Durch den gemeinsamen Lunch mit den dualen Studenten könnten Azubis all ihre Fragen in Gesprächen untereinander beantworten, oder?

Genau das ist einer der Gründe für diesen Lunch. Zum einen können sich Azubis dann alle wichtigen Informationen direkt aus erster Hand holen und entscheiden, ob sie sich für einen dualen Studiengang hier bei PwC bewerben. Zum anderen, geht es aber auch darum zu sehen, welche Anforderungen an die anderen gestellt werden, was die älteren Azubis und Studenten schon gelernt haben und auf welche Aufgaben man sich in den anderen Abteilungen freuen kann.

Wir haben ja jetzt schon über den weiteren Weg, den man auch als Azubi gehen kann, gesprochen. Generell zum Thema Bewerbungen: Worauf achtet PwC da am Meisten?

„Am Meisten“ kann man gar nicht so sagen. Es geht um den Gesamteindruck den eine Bewerbung vermittelt. Beispielsweise das Anschreiben: Wichtig hierbei sind die Formulierungen, der Satzbau und die Rechtschreibung. Aber man sollte auch beim Lesen den Eindruck bekommen, dass sich der Bewerber mit PwC und der ausgeschriebenen Stelle beschäftigt hat. Natürlich sollten die Bewerbungsunterlagen vollständig und sortiert sein. Uns ist aber auch bewusst, dass dies meist die ersten Bewerbungen für Schüler sind, dementsprechend berücksichtigen wir dies auch. Wichtig für uns ist, dass die Bewerber motiviert sind!

Zum Abschluss: Hast du noch ein paar Tipps für potentielle Bewerber für das Bewerbungsgespräch?

Auf jeden Fall sollten sich die Bewerber über das Berufsbild informieren. Es bringt keine Punkte, wenn man im Vorstellungsgespräch sitzt und nichts über die Ausbildung/den Studiengang weiß für den man sich beworben hat. Des Weiteren sollte man sich über das Unternehmen informieren. Es ist immer gut, wenn der Bewerber von selbst etwas über das Unternehmen berichten kann. Da merkt man dann relativ schnell, ob der Bewerber wirklich interessiert ist. Wir erwarten natürlich nicht, dass uns der Bewerber bis ins kleinste Detail erklärt, was Wirtschaftsprüfung oder Steuerberatung ist, wir wollen einfach nur sehen, dass man schon einmal gehört hat was PwC eigentlich ist. Aber vor allem empfehle ich Motivation und gute Laune zum persönlichen Gespräch mitzubringen! Traut euch!

Vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch.

Wir hoffen mit diesem Interview konnten Sonja und ich ein paar offene Fragen rund ums Thema Ausbildung und Bewerbung hier bei PwC klären.

Falls ihr noch mehr zu diesen Themen wissen wollt, dann schaut euch gern den zweiten Beitrag von Alicia und Erik an. Die beiden hatten die Möglichkeit mit Mathias Aksoy ins Gespräch zu gehen. Er ist ebenfalls Ausbildungskoordinator jedoch mit einem anderen Schwerpunkt als Marisa.

Bis zum nächsten Beitrag

Sonja und Katharina

Nach einem erfolgreichen Interview

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