Vom Bürostuhl auf die Schulbank

Wer kennt den Spruch vieler Abschlussschüler nicht: ,, Ich mache lieber eine Ausbildung als Studium, ich hab keine Lust mehr auf Schule.“ ?

Nun ich habe den Eindruck, dass einige nicht bedenken, dass sie als Teil der Ausbildung auch die Berufsschule besuchen müssen. So wie ich seit ungefähr 6 Wochen und bis Ende des Jahres 2017. Ich hatte die Chance, den Alltag auf einer anderen Schulform wie dem Gymnasium kennen zu lernen und ich muss sagen, dass ich etwas anderes erwartet hatte.

Doch was genau wird im Bereich Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste eigentlich unterrichtet?
Hauptsächlich findet man auf meinem Stundenplan Lernfelder, die sich rund um die Welt der Medien mit Schwerpunkt auf das Bibliothekswesen beziehen. Aber auch Fächer wie Deutsch, Englisch und Religion sind enthalten. In den einzelnen Unterrichtsstunden werden Themen besprochen, die leider nur im Entferntesten mit meiner Tätigkeit bei PwC zu tun hat. Denn die meisten meiner Mitschüler haben den FaMI- Gang „Bibliothek“. Aber im Grunde kann es nicht schaden und ich finde den Stoff auch sehr interessant.

Raus aus den grauen Schulmauern und rein ins Leben, oder nach Darmstadt.
Aber das Highlight bis jetzt war unsere Studienfahrt nach Darmstadt im Dezember. Wir sind am Donnerstag gemeinsam mit dem Zug von Frankfurt aus gefahren und haben den Tag mit einer kleinen Stadtführung begonnen, gefolgt von einem Besuch im Staatsarchiv Darmstadt. Dort wurden uns alte historische archivierte Dokumente und Gegenstände gezeigt, die eine wichtige Rolle für Hessen und Deutschland spielen. Unter anderem gab es einen Brief Napoleons zu begutachten.
Im Anschluss ging es gemeinsam zum Abendessen und später auf den Darmstädter Weihnachtsmarkt.

Am Freitagmorgen, als alle die Zimmer in der bezogenen Jugendherberge ordentlich verlassen hatten, ging unser Programm in der Unibibliothek Darmstadt weiter. Wir hatten das Privileg, dass Azubis im Jahrgang über meiner Klasse uns durch die Gänge und Flure des Gebäudes führen durften und somit wussten diese, welche Informationen für gleichaltrige interessant waren und welche eher weniger. Leider war auch dieser Teil sehr schnell vorbei und somit auch die gesamte Studienfahrt.
Die Fahrt hat den Klassenzusammenhalt enorm gestärkt, da man die Gelegenheit hatte, sich außerhalb der Schule zu unterhalten und man so mehr über die Leidenschaften der anderen erfahren hat.

Noten spielen immer noch eine Rolle. 
Da sich das Jahr langsam dem Ende näherte, brauchten die Lehrer auch ihre Noten und so wurden in der letzten Schulwoche des Jahres 2017 Klassenarbeiten geschrieben. Man kann diese aber nicht mit Klausuren auf dem Gymnasium vergleichen und deshalb denke ich, dass mit etwas Fleiß und Verstehen alles möglich ist.

Trotzdem freue ich mich schon wieder richtig, neue Sachen im Büro bei PwC zu lernen.

Alicia

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