Gastbeitrag – Christian Geike zu Taxation 360° Teil 1

Christian hat im August 2017 seinen Master in Wirtschaftspädagogik abgeschlossen und anschließend im November 2017 sein Trainee-Programm bei PwC begonnen. Im Rahmen des 360° Traineeprogramms durchlief er die Abteilungen Corporate & International Tax (Station 1), Indirect Tax (Station 2), Transfer Pricing (Station 3) und Real Estate (Wahlstation 4). Seit April 2019 arbeitet er nun – nach erfolgreichem Abschluss des Traineeprogramms – im Compliance Excellence Team im Bereich Corporate Tax.

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich bin Christian, momentan im 32. Lebensjahr, d.h. aktuell bin ich noch 31, und ich arbeite seit mittlerweile 1,5 Jahren bei PwC in Berlin.

In Berlin bin ich auch geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur war ich für ein Jahr als Backpacker in Australien unterwegs. Die nächsten Jahre war ich dann lange Zeit Student an der Humboldt-Universität in Berlin.

Nachdem ich den universitären Teil des Studiums zum Berufsschullehrer erfolgreich abgeschlossen hatte, stand ich gewissermaßen vor der Qual der Wahl: Gehe ich nun tatsächlich an die Berufsschule bzw. an ein Oberstufenzentrum – wie wir den Ort der Berufsschule hier in Berlin auch nennen – oder schaue ich mich zunächst noch woanders um?

Warum habe ich nach meinem Abschluss ein Traineeprogramm gewählt?

Im Grunde würde ich sagen bin ich ziemlich pragmatisch, und ich schaue und plane gar nicht so weit in die Zukunft, sondern arbeite viel mehr und lieber mit dem, was schon da ist.

Nach meinem Master war es für die Zulassung zum Referendariat an der Berufsschule bspw. Voraussetzung, dass ich zunächst noch für mindestens ein halbes Jahr praktische Erfahrungen im Bereich der Wirtschaft sammle. Erst dann würde ich ein Referendariat zum Berufsschullehrer beginnen dürfen, wenn ich das so wollen würde. Wer weiß, vielleicht mache ich das in Zukunft ja auch noch, denn Lehrer sein ist ein toller und sehr verantwortungsvoller Beruf.

Neben der Notwendigkeit des Nachweises einer praktischen Tätigkeit im Bereich der Wirtschaft, um tatsächlich Berufsschullehrer an Schulen zu sein, riet mir jedoch mein innerer Kompass, auf den ich im Laufe der Jahre immer stärker zu hören lernte, dass ich doch bitte zunächst einmal kopfüber in die Welt der Wirtschaft eintauchen solle – und zwar am besten aus der Perspektive des Steuerrechts!

Ja, und so kam eins zum anderen.

Mein Interesse an steuerrechtlichen Fragen war kontinuierlich angestiegen, seit ich ab 2015 aktiv damit begonnen habe, meinen Bruder, der als selbstständiger Musiker tätig ist, im Bereich der Buchhaltung und bei seinen Steuererklärungen zu unterstützen. Zunächst gab es ein erfolgloses Gespräch mit einem potentiellen Steuerberater. Daraufhin teilte ich meinem Bruder dann die Entscheidung mit, dass ich die ganze Belegorganisation und die Steuerangelegenheiten doch einfach selbst in die Hand nehmen könne, was ich seitdem auch tue. Denn immerhin hatte ich in der Uni einige Steuerkurse belegt, und das wird schon irgendwie zu packen sein, war ich mir sicher.

Dadurch wurde mir erst einmal bewusst, wie lebensnah, praktisch und alltäglich Steuerangelegenheiten sein können, beginnend mit dem Ausweis der Umsatzsteuer auf einer Rechnung. Auf einmal stieß ich auf mir völlig unbekannte Bereiche im Steuerrecht, die ich selbstständig zu erkunden hatte.

Das Trainee-Programm war für mich daher im Herbst 2017 der logische nächste Schritt.

Wie bin ich konkret auf das Trainee-Programm von PwC aufmerksam geworden?

Eigentlich war das mehr oder weniger Zufall bzw. glückliche Fügung.

Bereits während meines Studiums absolvierte ich ein dreimonatiges Praktikum bei PwC, damals im Bereich der Wirtschaftsprüfung. Das hat mir auch echt gut gefallen und ich erinnere mich an viele lustige Momente mit den Assurance-Kollegen aus meiner Praktikumszeit.

Nun nach Stellenangeboten im Bereich Steuern suchend, schaute ich daher zuallererst auf der PwC-Karriere-Seite nach Stellenangeboten. An dem Trainee-Programm sprach mich vor allem das Rotationsprinzip an, wodurch ich einen guten Rundumschlag der Vielfalt im Bereich Steuern erwartete.

Nach einiger Zeit kam dann tatsächlich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Dort führte ich mit zwei heutigen Kolleginnen ein Bewerbungsgespräch. Glücklicherweise für mich – und für PwC, sage ich einfach mal ganz selbstbewusst – hatte das Bewerbungsgespräch ein positives Ergebnis.

Und so durfte ich nun also in den vergangenen 1,5 Jahren das 360°-Traineeprogramm im Bereich Steuern hier in Berlin durchlaufen.

In Teil II des Gastbeitrags, der nächste Woche erscheinen wird, werde ich Euch von meinen Eindrücken und Erlebnissen während der Zeit des Traineeprogramms erzählen.

Ich würde mich freuen, wenn ich Dich dann wieder hier begrüßen kann.

Christian

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